| August
2004 05.08.2004
- Es muß nicht immer Vollnarkose sein - Operationen unter Dämmerschlaf werden
immer beliebter War
noch vor wenigen Jahren die Vollnarkose das Mittel der Wahl bei der Durchführung
ästhetischer Operationen, so setzt sich in letzter Zeit die Kombination aus örtlicher
Betäubung (Lokalanästhesie) und Dämmerschlaf (Sedierung) zunehmend durch. Jeder
Patient, der schon einmal von Übelkeit und Erbrechen nach einer Operation geplagt
war, wird dankbar sein, diese Erfahrung nicht mehr machen zu müssen. Zwar sind
die neuen Narkosemittel wesentlich verträglicher und man kann Übelkeit medikamentös
auch vorbeugen, aber bei einer gewissen Veranlagung ist bisher noch kein Kraut
dagegen gewachsen. Die
Kombination aus Lokalanästhetika und Sedativa erzeugen einen Zustand des schmerzfreien
Dämmerschlafes, ohne das jedoch eine Narkose erforderlich wird. Kleinere Eingriffe
wurden bereits in der Vergangenheit auf diese Art und Weise durchgeführt. Mit
zunehmender Erfahrung konnte das Spektrum erweitert werden, so das heutzutage
auch Fettabsaugungen, Facelifts, Brustvergrößerungen oder -straffungen und sogar
Bauchdeckenstraffungen durchgeführt werden können. Selbstverständlich
müssen die Sicherheitsrichtlinien eingehalten werden. Die erlaubten Höchstmengen
dürfen bei der Dosierung der Medikamente nicht überschritten werden. Ebenso muss
die Überwachung während und nach der Operation gewährleistet sein. Bei größeren
und länger dauernden Eingriffen sollte ein Narkosearzt anwesend sein. Als Patient
sollte man sich auf alle Fälle im Vorfeld über die Art der Institution informieren,
an der die Operation durchgeführt wird. Bei Einhaltung aller Sicherheitskriterien
während der Durchführung und Überwachung des Eingriffes stellt die Analgosedierung
oder auch Dämmerschlaf genannt eine beliebte Alternative zur herkömmlichen Vollnarkose
dar. |